Eine virtuelle Nachstellung von brennenden Panzern

AP/TED S.WARREN

Virtual Bundesheer

1. Computersimulationen für heikle Einsätze
Gestaltung: Sarah Kriesche

2. Kummerkasten für das Stadtleben
Beschwerde-Apps
Gestaltung: Lukas Plank

1. Virtual Reality assoziieren viele Menschen vorrangig mit Spielen. Man setzt sich eine Brille auf, die einen akustisch und visuell von der Außenwelt abschirmt, und kann so komplett ins Spiel eintauchen und als Adler über Städte fliegen oder als Geist durch ein Internat spuken.

Beim Bundesheer macht man sich die Technologie zunutze, um heikle, mitunter lebensbedrohliche Szenarien durchspielen zu können. Sowohl bei der Offiziersausbildung als auch beim ABC-Training sind sogenannte "Mixed Reality"-Systeme probeweise im Einsatz. Die Simulationen, die derzeit noch in Entwicklung sind, sollen eine vergleichsweise kostengünstige Alternative bieten, um heikle Situationen üben zu können, die in der Realität nur schwer zu trainieren sind. Vom Flugzeug, das eine unbekannte Substanz über einer Stadt versprüht, einem Kind, das sich in einem Minenfeld befindet, bis zur Explosion in einer Chemiefabrik: Die virtuellen Szenarien verlangen eine schnelle Reaktion und perfekte Koordination. Einen Spielraum für falsche Entscheidungen gibt es nicht.

Mit der Entwicklung eines Systems, das im ABC-Bereich derartige Trainingsszenarien ermöglicht zählt das Österreichische Bundesheer zu den technologischen Vorreitern, weshalb sie im Oktober, im Rahmen des NATO-Seminars "Modelling & Simulation Centre of Excellence" auch eingeladen waren, ihren Prototypen zu präsentieren. Eine Reportage von Sarah Kriesche.

2. "Sag's Wien" - so nennt Wien eine App, über die man dem Magistrat Beschwerden oder für das Stadtleben relevante Beobachtungen mitteilen kann. Fällt einem beim Spazierengehen in der Stadt etwa eine ramponierte Parkbank auf, kann man über die App den Standort und ein Foto an die Verwaltung schicken.
Warum immer mehr Städte auf solche "Mängelmelder" setzen, welche Vorteile und welche Herausforderungen sie für eine Stadtverwaltung mit sich bringen - und wie die Daten, die mit ihnen gesammelt werden, in Zukunft eingesetzt werden könnten, hat Lukas Plank recherchiert.


Redaktion: Franz Zeller
Moderation: Wolfgang Ritschl

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