Der Eingang des Dialogzentrums KAICIID

APA/HERBERT NEUBAUER

Kindgerechte Zukunft

KAICIID: Umstrittenes Dialogzentrum +++ 30 Jahre UN-Kinderrechtskonvention: Katholische Jungschar für kindgerechte Zukunft +++ Tabuthema Suizid - Prävention und Hilfe.

1. KAICIID: Umstrittenes Dialogzentrum

Sie hat viel Staub aufgewirbelt, die interreligiöse Konferenz zum Thema "Hatespeech", die das umstrittene KAICIID-Center, das King Abdullah-Zentrum, vor kurzem in Wien organisiert hat. Für Kritik hat auch die Eröffnungsrede des früheren Bundespräsidenten Heinz Fischer auf der Konferenz gesorgt, denn das Parlament hat ja im Juni den Ausstieg Österreichs aus der Organisation beschlossen. Daran wolle man festhalten und arbeite nun an der Umsetzung des Beschlusses, heißt es dazu aus dem Außenministerium. Der geplante Ausstieg ist aber nicht minder umstritten, denn das KAICIID bietet Vertreterinnen und Vertretern verschiedenster Religionsgemeinschaften eine Plattform für den Austausch und die Entwicklung von Projekten, die das friedliche Zusammenleben in religiöser Vielfalt vorantreiben sollen. Gestaltung: Judith Fürst


2. 30 Jahre UN-Kinderrechtskonvention: Katholische Jungschar für kindgerechte Zukunft

Jedes fünfte Kind in Österreich ist armuts- und ausgrenzungsgefährdet. Darauf hat vor wenigen Tagen die Vorsitzende der Katholischen Jungschar, Stephanie Schebesch-Ruf, hingewiesen. Verschiedene Baustellen in Sachen Kinderrechte gebe es eben auch in Österreich, mahnt die Jungschar, eine der größten Kinderorganisationen des Landes: sozial und wirtschaftlich benachteiligte Kinder, Flüchtlingskinder, Kinder in Schubhaft. Am 20. November 1989 - also genau vor 30 Jahren - wurde die Kinderrechtskonvention von der Versammlung der Vereinten Nationen einstimmig angenommen. Die Geschichte der Kinderrechte reicht jedoch noch weiter zurück: Im 19. Jahrhundert wurde im Zuge der Industrialisierung der Schutz von Kindern immer mehr zum Thema. Stand anfangs eben dieser Schutz, den Erwachsene Kindern angedeihen lassen sollen, im Vordergrund, nimmt man heute auch Mitbestimmungsrechte von Kindern und Jugendlichen ernster, etwa auch wenn es um das Engagement von Kindern für eine lebenswerte Zukunft und gegen Umweltzerstörung geht. Die Katholische Jungschar setzt sich seit vielen Jahren für Kinderrechte weltweit ein, denn das Recht auf ein Leben in Sicherheit und Geborgenheit, Bildung und Entwicklungsmöglichkeiten, Freizeit und Spiel, sollte für Kinder in den Slums von Nairobi ebenso gelten wie für Kinder in Österreich. - Gestaltung: Alexandra Mantler


3. Tabuthema Suizid - Prävention und Hilfe

Täglich sterben in Österreich durchschnittlich drei Menschen durch Suizid. Das sind pro Jahr fast drei Mal so viele Menschen wie Tote bei Verkehrsunfällen. Weltweit sind es jedes Jahr rund 800.000. Die Weltgesundheitsorganisation WHO bezeichnet den Suizid als "eines der größten Gesundheitsprobleme der Welt". Dennoch ist die Selbsttötung in vielen Ländern, so auch in Österreich, bis heute tabuisiert.
Suizid-Prävention ist ein wichtiges Thema. Unterschiedliche - auch kirchliche - Einrichtungen bieten Hilfe für suizidgefährdete Menschen und für betroffene Angehörige an. Letztere sind auch heute noch oft mit Vorurteilen konfrontiert - ganz abgesehen davon, dass durch Suizid aus dem Leben Geschiedene bis weit ins 20. Jahrhundert nicht in sogenannter "geweihter Erde" auf christlichen Friedhöfen begraben wurden. - Gestaltung: Maria Harmer

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