Das Buchcover von Das flüssige Land

KLETT-COTTA.DE

Von Felslöchern und Gedächtnislücken

"Das flüssige Land". Von Raphaela Edelbauer. Gestaltung: Gudrun Hamböck.

Die Verfügung der Eltern, im Ort ihrer Kindheit begraben zu werden, führt die Wiener Physikerin Ruth nach Groß-Einland, eine Gemeinde im Wechsel-Gebiet, die sich auf keiner Landkarte findet und in der Gesetze herrschen, die Rätsel aufgeben. Ein riesiger Hohlraum unter dem Städtchen lässt Häuser und Plätze einsinken und scheint das Leben der Bewohner/innen auch sonst auf merkwürdige Weise zu bestimmen. Wie auch die alte Gräfin auf ihrem Schloss, bei der alle Fäden zusammenzulaufen scheinen.

Raphaela Edelbauer baut in ihrem Romanerstling aus Elementen des Antiheimat-Romans, der Zeit-Philosophie und des Fantasy-Genres eine großangelegte Metapher auf den österreichischen Umgang mit der NS-Vergangenheit. Der Roman stand auf den Shortlists des diesjährigen Deutschen und Österreichischen Buchpreises.

Raphaela Edelbauer, geboren 1990 in Wien, wuchs im niederösterreichischen Hinterbrühl auf. Sie studierte Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst, war Jahresstipendiatin des Deutschen Literaturfonds und wurde für ihr Werk "Entdecker. Eine Poetik" mit dem Hauptpreis der Rauriser Literaturtage 2018 ausgezeichnet. Beim Bachmannpreis in Klagenfurt gewann sie 2018 den Publikumspreis. 2019 wurde ihr der Theodor-Körner-Preis verliehen.

Service

Raphaela Edelbauer, Das flüssige Land. Roman. Klett-Cotta, 2019.

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