Fahnen der EU und England

AFP/NIKLAS HALLE'N

Großbritannien, OSZE, Ukraine, Norwegen

Großbritannien: Der Kampf um die Brexit-Stimmen +++ Die OSZE in schwerem Fahrwasser +++ Ukraine: Das Normandie-Format soll wiederbelebt werden
+++ Norwegen: Fluch und Segen des Erdölbooms
Moderation: Markus Müller-Schinwald

Wahlen in Großbritannien, OSZE, Ukraine, Norwegen

Großbritannien: Der Kampf um die Brexit-Stimmen
Nächste Woche wird in Großbritannien ein neues Parlament gewählt. Eine besonders umkämpfte Gruppe sind die Wählerinnen und Wähler, die für den Austritt aus der EU gestimmt haben. In der Kleinstadt Dudley in der Nähe von Birmingham entfielen vor drei Jahren 71 Prozent der Stimmen auf den Brexit, ähnlich wie in anderen Gemeinden im sogenannten Black Country, einem ehemaligen Kohle- und Stahlrevier der West Midlands. Roman Tschiedl berichtet über einen Besuch von Labour-Chef Jeremy Corbyn in der Brexit-Hochburg Dudley.

Die OSZE in schwerem Fahrwasser
Am Donnerstag und Freitag findet in Bratislava das jährliche Ministertreffen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa OSZE statt. Überschattet wird das Treffen immer noch vom Konflikt in der Ukraine. Dazugekommen sind die neuen Spannungen innerhalb der NATO. Der amerikanische Außenminister nimmt an dem Treffen gar nicht erst teil. Die Hoffnung der Slowakei, die in diesem Jahr den Vorsitz der OSZE innehat, eine Entspannung der Konflikte am Kontinent zu erreichen, ist nicht erfüllt worden. Beobachter hoffen aber zumindest auf einige Teilerfolge beim Gipfel. Von Bratislava aus analysiert die Journalistin und OSZE-Expertin Stephanie Lichtenstein die Ergebnisse des Treffens.

Ukraine: Das Normandie-Format soll wiederbelebt werden
Nächste Woche treffen sich das erste Mal seit langer Zeit wieder die Staaten des sogenannten Normandie-Formats, um über eine Lösung des Konfliktes in der Ostukraine zu sprechen. Seit fünf Jahren wird in der Ostukraine gekämpft, doch seit der Wahl des neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymr Selensky im Frühling haben viele Menschen in der Region wieder Hoffnung geschöpft. An einigen Stellen der sogenannten Kontaktlinie zwischen der ukrainischen Armee und pro-russischen Rebellen gab es Truppenentflechtungen. Das war die Voraussetzung für die neuen Verhandlungen. Christian Wehrschütz hat sich in der Region Lugansk umgehört, wie die neuen Verhandlungen dort eingeschätzt werden.

Norwegen: Fluch und Segen des Erdölbooms
Wenn es um Klimaschutz geht, gilt kein Land als so fortschrittlich wie Norwegen. Die Hälfte aller neu zugelassenen Autos sind Elektrofahrzeuge, in Alltag und Industrie tut die Regierung sehr viel, um den Ausstoß von CO2 und anderen klimaschädlichen Abgasen einzudämmen. Finanziert wird das allerdings durch den Export von Erdöl und Erdgas. Und auch bei den Investitionen des großen norwegischen Ölfonds im Ausland tauchen immer wieder Fragen auf, berichtet Christian Lininger.

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