Herbstlaub auf einem Grab mit dem Davidstern

DPA/MARTIN SCHUTT

Betrifft: Geschichte

Jüdischen Ursprungs

Wie Ideen aus dem Judentum die Welt veränderten. Mit Wolfgang Sotill, Theologe und Autor.
Gestaltung: Hanna Ronzheimer

Viele Ideen aus dem Judentum haben Eingang in andere Religionen und Weltanschauungen gefunden. Dazu gehört beispielsweise das Verbot von Menschenopfern, wie es erstmals in der Opfergeschichte Abrahams um 1800 vor Christus vorkommt. Griechen, Römer, die alten Perser und die Babylonier opferten Neugeborene ihren Göttern. Das Judentum war das einzige Volk der Antike, das solche Praktiken verbot.

Dem liegt die Anschauung zugrunde, dass alles Leben von Gott stammt und somit heilig ist. Kaiser Konstantin übernahm 318 das Tötungsverbot, was ihm viel Empörung eintrug. Ebenso machte es der Prophet Mohammed. Weltweite Relevanz sollte auch das Prinzip der Individualität bekommen, das sich zuerst bei Paulus findet und das "Freie und Sklaven" vor Gott gleichstellt. Auch das Prinzip der Eigenverantwortung der Menschen stammt aus dem jüdischen Glauben, erste Quellen stammen aus dem 6. Jahrhundert vor Christus.

Im babylonischen Exil versammelte der Prophet Ezechiel die Menschen zum Priesterlosen Gebetsgottesdienst, in dem nun jeder einzelne Gläubige selbst für seine Beziehung zu Gott verantwortlich war. Diese Idee der Eigenverantwortung kann wiederum als Grundlage für die spätere Abschaffung der Sklaverei und auch der Leibeigenschaft betrachtet werden.

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