Oswald Oberhuber

APA/ROLAND SCHLAGER

In memoriam Oswald Oberhuber

Permanente Veränderung. Oswald Oberhuber im Porträt. Von Peter Zimmermann

Oswald Oberhuber, Jahrgang 1931, hat sich schon früh darauf festgelegt, sich nicht festlegen zu lassen. In den späten fünfziger Jahren bereits forderte der Schüler von Fritz Wotruba und Willi Baumeister die permanente Veränderung von sich ein, und er blieb sich über die Jahrzehnte treu, als Künstler, als Lehrender und als Rektor der Hochschule für angewandte Kunst. Er war - gefragt oder ungefragt - Ideenspender, Einmischer, Skandalproduzent, Schlitzohr und kulturpolitischer Einflüsterer, er beschäftigte die Gerichte und die Boulevardpresse, war im Weltkunstbetrieb stets bestens vernetzt und produzierte daneben oder vor allem Kunst, ohne sich als Künstler formal oder stilistisch auch nur annähernd festzulegen. Er wurde angefeindet und totgesagt, aber am Ende war immer er es, der von sich behaupten konnte: Ich bin immer noch da! Der in Meran geborene Maler, Bildhauer und Ausstellungsmacher ist in der Nacht auf Freitag, 17.1.2020, verstorben. Am 1. Februar wäre der Universalkünstler 89 Jahre alt geworden.

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