Gerti Drassl, Markus Meyer

ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

Ist Gedächtnisverlust ein Fluch oder ein Segen?

"Neues Leben im falschen". Von Robert Woelfl. Mit Gerti Drassl, Markus Meyer, Petra Morzé und Peter Knaack. Tongestaltung: Anna Kuncio und Manuel Radinger. Musik: Martin Zrost. Regie: Götz Fritsch (ORF 2015)

Das Gedächtnis zu verlieren bedeutet, seine Vergangenheit und damit seine Identität zu verlieren. Das psychologische Konzept der Identität hängt wesentlich damit zusammen, was man erlebt und erfahren hat und womit man sich in der Vergangenheit identifizieren konnte. Kann man sich an nichts mehr in seinem Leben erinnern und beginnt nun gleichsam nochmals bei Null, stellt sich als erstes die Frage: Womit soll man sich eigentlich identifizieren? Mit welchem Lebensentwurf und mit welcher Haltung? Fragen wie diese thematisiert dieses Hörspiel des österreichischen Autors Robert Woelfl.

"Die Menschen in diesem Stück träumen davon, ein neues Leben zu beginnen und die Chance zu haben, noch einmal ganz neu starten zu können. Aber sobald sie versuchen, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen, scheitern sie. Sie scheitern an ihrer eigenen Mutlosigkeit, an ihrer Untreue, an ihrem Zaudern, aber auch daran, dass wichtige Fragen nicht geklärt werden können. Und diese Fragen lauten: Ist Gedächtnisverlust ein Fluch oder ein Segen? Kann man aus Gedächtnisverlust Kapital schlagen? Ist es unmöglich, das Leben zu verändern, außer man wird regelrecht dazu gezwungen? Und warum interessieren sich jetzt alle für das Innere des Anderen statt für dessen Äußeres?" (Robert Woelfl)

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