Laura Wiesböck

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Ein Tag mit ... der Soziologin Laura Wiesböck

Auftakt zu einer neuen Porträtserie, in der Nachwuchswissenschafter und junge Forscherinnen einen Tag begleiten werden und dabei Einblicke in ihren Arbeitsalltag und Gedankenkosmos geben. Als erste tut das die Soziologin Laura Wiesböck.

Als sie sich für eine Karriere in der Wissenschaft entschied, war Laura Wiesböck Mitte 20. Damals reizten sie die Internationalität und Mobilität des Berufs. Heute strebt die Soziologin ein zumindest halbwegs sicheres Arbeitsverhältnis an - kein leichtes in der Wissenschaft.

Die Flexibilisierung und Prekarisierung in der Arbeitswelt gehören auch zu den Forschungsbereichen der jungen Sozialwissenschafterin. Hier beobachtet sie einen zwiespältigen Prozess: Einerseits soll der Beruf Selbstverwirklichung bringen, andererseits führt das oft in die Selbstausbeutung. Keiner Lohnarbeit nachzugehen, arbeitslos zu sein, ist in unserer Gesellschaft stigmatisiert, gleichzeitig gibt es keine Garantie mehr dafür, von einem 40-Stunden-Job auch leben zu können. Arbeit schützt heute nicht mehr vor Armut, sagt die 32-Jährige.

Wie sich soziale Ungleichheit und Abgrenzung in unserer Gesellschaft auswirken, hat Laura Wiesböck bereits in einem Buch analysiert. In "In besserer Gesellschaft" zeigt sie, warum unser Blick auf andere nicht unbedingt gerecht, sondern viel öfter selbstgerecht ist. - Diese Sendung ist Teil der Ö1 Initiative "Reparatur der Zukunft".

Gestaltung: Marlene Nowotny

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