Manhattan von oben, 1981

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Ein harter Sommer in New York

"Manhattan 1981". Von Jonathan Franzen. Aus dem Englischen von Bettina Abarbanell. Es liest: Cornelius Obonya.

Mit einem Dreiviertelliter Gin, einer Stange Marlboros und einem italienischen Kochbuch zieht ein junges Paar für drei heiße Sommermonate in eine Wohnung in Manhattan. Beide wollen Schriftsteller werden. Das Geld ist knapp, die Wohnung deprimierend, sie haben Angst vor dem verwirrten weißen Nachbarn und ihrem mehrheitlich schwarzen Viertel nördlich des Central Park. In diesem Sommer passiert viel - nur geschrieben wird wenig.

Der junge Mann heißt Jonathan Franzen. Fast 40 Jahre später blickt der berühmte US-Schriftsteller ("Die Korrekturen, "Freiheit") mit Ironie und Selbstkritik in seinem Essay "Manhattan 1981" auf sein 21-jähriges Ich - auf die "Ära weißer Angst", die große Teile der Insel für ihn zu No-go-Areas machte und die geographisch weniger klar gezogene, aber ebenso präsente Scheidegrenze zwischen Arm und Reich.

Gestaltung: Antonia Löffler

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Jonathan Franzen, "Manhattan 1981". Aus dem Englischen von Bettina Abarbanell. Erschienen im Band "Das Ende vom Ende der Welt" im Rowohlt Verlag, 2019.

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