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mit Chris Tina Tengel.
Ein unmögliches Paar? Heinrich Heine und Pietro Mascagni

Hätte alles ganz anders kommen können? Ausdrücklich hat Pietro Mascagni "Guglielmo Ratcliff" als seine beste Oper bezeichnet, ein Werk, das bereits vor der alles im Leben Mascagnis ändernden "Cavalleria rusticana" fertigkomponiert war, aber erst Jahre später - vor 125 Jahren genau - uraufgeführt wurde. Ein Werk, das obendrein auf einer deutschen Textvorlage beruht, dem Theaterstück "Wilhelm Ratcliff" von - Heinrich Heine! Wollte Pietro Mascagni womöglich gar kein "Verist" sein? Sah er sich in der Nachfolge der ebenfalls künstlerisch Richtung Norden blickenden "Scapigliati", Arrigo Boito, Alfredo Catalani?

Gibt es Verbindungen zwischen den in "Guglielmo Ratcliff" hörbaren Wagner-Einflüssen und der notorischst wagnerianischen italienischen Oper der Ära, den (später folgenden!) "Goti" von Gobatti? Eine spannende Sache, zumal "Guglielmo Ratcliff" bis heute extrem selten aufgeführt wird. Natürlich gibt es auch weitere Musik mit Heine-Bezügen - bis hin zum "Traumgörge" von Alexander Zemlinsky.

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