Ein Szenenbild aus "Tatort"

AFP/JOHANNES EISELE

"Tatort"-Schauen als Beruf

Wie Fernseh-Krimis professionell kritisiert und dokumentiert werden. Die "Tatort"-Beschreiber

Die Fernsehserie "Tatort" feiert heuer ihr 50-Jahr-Jubiläum. Fast genauso lange folgt Volker Bergmeister der Serie - und zwar beruflich. Seit 1985 schreibt er "Tatort"-Kritiken für Tageszeitungen und seit 2010 tiefgreifende Krimi-Analysen für die Fernsehfilm-Plattform tittelbach.tv. Er berichtet über den Beruf eines Krimi-Kritikers - die nächsten "Tatort"-Folgen hat er schon Wochen vor allen anderen gesehen. Muss man Krimi-Fan sein, um Krimis kritisieren zu können? Was macht eine gute "Tatort"-Kritik überhaupt aus?

Doris Priesching ist Medienjournalistin bei der Tageszeitung "Der Standard". Dort lädt das "Forum zum Sonntagskrimi" dazu ein, während der "Tatort"-Folge live mitzudiskutieren. Die User hält sie für kritischer als die Redaktion. Wer nach der Ausstrahlung zu einer Folge mehr Informationen möchte, kann im Internet auf Wikipedia nachschlagen. Eine Gruppe eingefleischter Fans veröffentlicht dort nach jeder Sendung eine detaillierte Beschreibung der Handlung, Informationen zu den Drehorten, Zuschauerzahlen und einiges mehr. Die meisten dieser "Tatort"-Artikel wurden von "goldmull" veröffentlicht. Hinter dem Wikipedia-Pseudonym verbirgt sich Inge-Lore Hebbel, eine energie-geladene Pensionistin aus Sachsen-Anhalt.

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