Politiker mit Masken und Handschuhen

AFP/VLADIMIR SIMICEK

EU in der Corona-Krise, Serbien, Aserbaidschan, Niederlande

Wie kann die EU die Corona-Krise meistern? +++ Serbien: Hoffnung auf den neuen großen Freund in Peking +++ Nebenan Aserbaidschan: Der Südkaukasus in der Corona-Falle +++ Niederlande: "See-kühe" sollen die Versorgung der Großstädte sichern
Moderation: Markus Müller-Schinwald

Wie kann die EU die Corona-Krise meistern?
Die Europäische Union und die Mitgliedsstaaten haben in der ersten Phase der Corona-Krise keine gute Figur gemacht. Viele Länder sperrten die Grenzen, ohne sich miteinander abzustimmen, auch der Export von Medizinprodukten innerhalb der Union wurde von manchen Ländern vorübergehend verboten. Vor allem aus Italien kamen Klagen über mangelnde Solidarität der Nachbarländer. Hat die EU-Kommission zu spät reagiert? Welche Rolle kann die EU bei der weiteren Bewältigung der Krise spielen? Und kann der Image-Schaden der Union noch repariert werden? Dazu ist Martin Selmayr, der Vertreter der EU-Kommission in Österreich, zu Gast im Europajournal.

Serbien: Hoffnung auf den neuen großen Freund in Peking
Von der EU sei keine Unterstützung im Kampf gegen den Corona-Virus zu erwarten, der einzige der seinem Land jetzt noch helfen könne sei China - mit dieser Aussage hat der serbische Präsident Alexander Vucic aufhorchen lassen. Tatsächlich hat die chinesische Regierung Hilfsgüter nach Serbien geschickt, aber wie groß ist diese Unterstützung tatsächlich? Christian Wehrschütz berichtet, was von der neuen Freundschaft zwischen Belgrad und Peking zu erwarten ist.

Nebenan Aserbaidschan: Der Südkaukasus in der Corona-Falle
Aserbaidschan ist das reichste der drei post-sowjetischen Länder im südlichen Kaukasus und gilt gleichzeitig als das korrupteste. Der Wohlstand ist sehr ungleich verteilt, die Einnahmen durch den Export von Öl und Gas teilt eine kleine Elite unter sich auf, Widerspruch oder Kritik werden massiv unterdrückt. Die Corona-Krise stellt dieses System auf die Probe. Im Interview analysiert Silvia Stöber, die Kaukasus-Expertin der ARD, die politische Situation und wie Aserbaidschan, Armenien und Georgien auf die Ausbreitung des Virus reagieren.

Niederlande: "See-kühe" sollen die Versorgung der Großstädte sichern
Die aktuelle Krise zeigt, wie verwundbar Lieferketten und Warentransporte über Grenzen hinweg sein können. In der niederländischen Landwirtschaft gibt es deshalb schon länger Versuche, die Produktion näher an die großen Städte zu bringen, in denen die Lebensmittel gebraucht werden. Bei einem dieser Versuche ist eine Rinderfarm auf ein Schiff im Hafen von Rotterdam verlegt worden. Christoph Kersting hat die "Seekühe" der "Floating Farm" besucht.

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