Sibirische Taiga, Pferde fressen Gras

AP/MISHA JAPARIDZE

Eine Region, 8 Zeitzonen

Die Erschließung Sibiriens
Von Brigitte Voykowitsch

"Kraft und Zauber der Taiga liegen nicht in gigantischen Bäumen und nicht in einer Grabesstille, sondern darin, dass vielleicht nur die Zugvögel wissen, wo sie zu Ende ist", schrieb der russische Schriftsteller Anton Tschechow 1890 während seiner Reise durch Sibirien. 9.000 Kilometer erstreckt sich Russland von West nach Ost, dabei entfallen 23 Prozent der Landfläche auf den europäischen Teil, der große Rest auf den asiatischen - also auf Sibirien und den Fernen Osten.

Dieser Raum teilt sich in elf Zeitzonen. Mit Schiffen, zu Pferd, mit Schlitten und Kutschen, später per Bahn und Flugzeug haben die Bewohner Russlands ihr Land erschlossen. In jüngster Zeit wird wieder der Ausbau der Baikal-Amur-Magistrale in Angriff genommen, einer Bahnstrecke nördlich der Transsibirischen Eisenbahn. Manche Regionen werden indes schwer erreichbar bleiben. Es gibt auch Gruppen, die das schätzen, weshalb Wissenschafter das "Recht auf Abgelegenheit" erforschen.

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