Notre Dame

AFP/THOMAS SAMSON

Notre Dame: Ein Jahr nach dem Brand

Durch die Brandkatastrophe vor einem Jahr haben viele Menschen ihre Arbeit verloren. Gestaltung: Sabine Wachs

Vor einem Jahr, am Abend des 15. April 2019, schossen hohe Flammen aus dem Dach der Pariser Kathedrale Notre Dame und zerstörten große Teile der uralten Kirche. Die Bilder des brennenden Wahrzeichens von Paris erschütterten Menschen weltweit. Einen Tag später verkündete Präsident Macron, die Kathedrale solle in fünf Jahren wieder stehen. Doch das scheint in Zeiten der Corona-Krise noch unwahrscheinlicher als schon zuvor. Die Aufräumarbeiten laufen schleppend, die Bauarbeiten haben noch nicht begonnen, die Zukunft der Kathedrale ist ungewiss und mit ihr auch die Zukunft vieler Menschen, für die Notre Dame mehr war als nur eine Kirche. Sie war Teil ihres täglichen Lebens. Mit dem Brand haben die Priester, die Gläubigen, der Chor oder auch die Organisten ihre spirituelle Heimat verloren. An Notre Dame hingen auch Jobs, die nun verschwunden sind oder nicht mehr finanziert werden können. Trotz des Spendenaufkommens von mehreren hundert Millionen Euro musste etwa die Chorschule Lehrer kündigen, musste die Diözese Mitarbeiterinnen entlassen. Ein vorösterliches Treffen mit Menschen, für die Notre Dame eine ganz besondere, individuelle Bedeutung hatte.

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