Die Kriegsgräberanlage des Ersten Weltkrieges auf dem Wiener Zentralfriedhof:  Die „Schmerzensmutter“, ein Werk des Bildhauers Anton Hanak aus dem Jahr 1925.

ORF/MARKUS VEINFURTER

Ein Streifzug zu "Krieger-Denkmälern" und "Soldaten-Friedhöfen"

"Vom Heldentod zur Himmelfahrt"

Kaum ein Dorf ohne Denkmal, kaum eine Kirche ohne Gedenktafel: Wer im Krieg sein Leben verliert, wird von der Nachwelt in der Regel besonders geehrt - auch in Österreich. Der Akzent hat sich allerdings erkennbar verschoben: Nach dem Ersten Weltkrieg war der Begriff "Held" noch allgegenwärtig, nach dem Zweiten Weltkrieg ist hingegen viel öfter von den "Opfern des Krieges" die Rede.

75 Jahre nach dem Kriegsende in Europa im Mai 1945 befasst sich MEMO mit den Umdenkprozessen, die der Zweite Weltkrieg gerade in diesem Bereich ausgelöst hat.
In der nordgermanischen Mythologie bringen noch die berühmten Walküren gefallene Kämpfer direkt vom Schlachtfeld nach Walhalla, wo sie bis zur "Götterdämmerung" ein ewiges Saufgelage erwartet. Die christliche Vorstellung von "Himmelfahrt" ist naturgemäß eine gänzlich andere - und doch gibt es auch hier die Vorstellung, dass besondere Verdienste auf Erden den direkten Weg ins Paradies zu ebnen vermögen.

Auf einem Streifzug zu "Krieger-Denkmälern" und "Soldaten-Friedhöfen" geht die Reihe MEMO am Fest "Christi Himmelfahrt" den Fragen nach: Was eröffnet dem Menschen einen Zugang zum Himmel? Und: Welche Formen des Erinnerns sind angemessen, wenn Menschen ihr Leben in einem Krieg opfern mussten?

Gestaltung: Markus Veinfurter

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