Gassenbaum, begrünter Balkon

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Die Schwammstadt - Strategien gegen die urbane Hitze

Der Landschaftsarchitekt Daniel Zimmermann spricht über die Bedeutung großkroniger Straßenbäume
Teil 3: Vorbild Stockholm und seine österreichische Adaption
Gestaltung: Ilse Huber

Luft und Wasser braucht die Wurzel. Im versiegelten Stadtboden ist beides Mangelware. Asphalt, Beton und Pflastersteine machen die Oberflächen dicht und im Untergrund schaut es nicht besser aus: ein fest verpresster Straßenunterbau lässt den Pflanzenwurzeln kaum Raum zum Wachsen.

Deswegen verfolgt das Konzept "Schwammstadt für Straßenbäume" das primäre Ziel, den Untergrund wieder lockerer zu machen und ihn mit Materialien zu füllen, die kontinuierlich Luft, Wasser und Nährstoffe anbieten.

Die Idee der Schwammstadt stammt aus Skandinavien. Anlass dafür gaben die auftretenden Hochwässer in der Stadt, die zu großen Schäden führten. Seit rund 20 Jahren soll überschüssiges Wasser nicht in die Kanäle abgeleitet, sondern möglichst lange an Ort und Stelle zurückgehalten werden.

In Österreich hat man diesen Gedanken aufgegriffen und modifiziert. Denn auch Hitze und Trockenheit machen den Pflanzen Stress. Gerade Straßenbäume sorgen in Zeiten der Klimakrise für Beschattung und Durchlüftung einer Stadt. Hier die richtigen Baumarten und Baumgrößen zu wählen, ist eine Frage der Forschung. Genauso wie den Bäumen einen optimalen Standraum zu ermöglichen. In Graz und Wien sind die ersten Schwammstadt-Maßnahmen für Straßenbäume bereits gesetzt.

Interviewpartner:

DI Daniel Zimmermann
Landschaftsarchitekturbüro 3:0
https://www.3zu0.com/


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