Wolf Biermann

DPA/HANS BERTRAM

"Ich habe ein Kinderauge im Kopf"

Der "blutjunge Greis" Wolf Biermann im Gespräch

Letzten November feierte der deutsche Lyriker und Liedermacher Wolf Biermann seinen 83. Geburtstag. Nach seiner Umsiedlung in die DDR 1953 im Alter von sechzehn Jahren, arbeitete Biermann unter der Brecht-Witwe Helene Weigel am Berliner Ensemble und spielte dem Komponisten Hanns Eisler seine ersten Lieder vor. In Folge entwickelte sich Wolf Biermann zum scharfen Kritiker der SED, weshalb ihm nach einer Konzerttournee in der BRD die Einreise verweigert und er 1976 schließlich ausgebürgert wurde. Als Lyriker wurde Biermann mit den namhaftesten Literaturpreisen ausgezeichnet, darunter 1991 dem Georg-Büchner-Preis. Im Intermezzo-Interview spricht er über seinen Vater, einen jüdischen Kommunisten, der von den Nazis ermordet wurde, und darüber, wie richtige Gedenkkultur auszusehen hat. Und er erzählt, wie die große Bombennacht 1943 in Hamburg dafür sorgte, dass er bis heute ein "Kinderauge im Kopf" hat.

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  • Wolfgang Popp