Schäferhunde werden von Soldaten an der Leine gehalten.

AP/CAROL WILLIAMS

Kameradenschweine und Käferfeinde

Tiere im Nationalsozialismus
Von Irmgard Wutscher

Tritt in einem Holocaust-Film ein Nazischerge auf, ist der knurrende deutsche Schäferhund meist an seiner Seite. Im NS-Regime verkörperte er Attribute wie Treue und Gehorsam. Ebenso wurden in der Nazi-Ideologie das Bauerntum und das Schwein überhöht. Im Gegensatz zum Kartoffelkäfer, der zur Darstellung des so genannten Volksschädlings instrumentalisiert wurde.

Während die Seidenraupe in der Schule wiederum als Nützling gehegt wurde - und der Hirsch den Mythos vom deutschen Wald stützen sollte. All das erfährt man im aktuell erschienen Buch "Tiere im Nationalsozialismus" von Jan Mohnhaupt. Auch, warum sich die Nazis gerne als Tierschützer darstellten und sich lieber mit Raubtieren als mit Herdentieren verglichen.

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