Der Lanzenbrecher

mit Irene Suchy. Wer Lanzen bricht, gewinnt mehr als den Kampf, er zerstört das Kampfgerät.

Jascha Horenstein, ukrainisch-jüdischer Dirigent, geboren in Kiew 1898, brach Lanzen für die Opern seiner Zeit: von Kurt Weill und Ernst Krenek, von Hans Pfitzner und Richard Strauss, von Winfried Zillig und Alban Berg. Er machte damit die komponierenden Zeitgenossen glücklich.

Er selbst war Schüler Franz Schrekers und von Joseph Marx in Wien, folgte seinem Lehrer Schreker nach Berlin und debütierte als Dirigent in Wien. Er liebte Wagner und wurde von Furtwängler gefördert und doch: 1933 galt er als undeutsch, "entweihte" die deutsche Musik und wurde vom Pöbel hinausgeekelt.

Horenstein, dessen Schwester mit Leo Sirota verheiratet war und in Japan lebte, ging ins Exil nach New York und gab Europa die Ehre seiner Rückkehr. Sein Einsatz für Mahler trug ihm den deutschen Kritikerpreis ein. Er starb hochgeachtet 1973.

Die Aufnahmen aus den 1950er und 1960er Jahren bezeugen seinen Geschmack und die Beherrschung des Handwerks. Die 10 CD Box ist ein Dokument des Nachkriegsmusiklebens und eine Wiederbegegnung mit Claudio Arrau oder Ivry Gitlis.

Service

Aktuelle Aufnahme:
Jascha Horenstein
Reference Recordings, 10 CD Box
Profil Hänssler

Sendereihe

Gestaltung

Playlist

Urheber/Urheberin: Ludwig van Beethoven
Titel: Symphonie Nr. 3, Op. 55 "Eroica"
* III. Schrzo. Allegro vivace
Orchester: Pro Musica Orchester Wien
Leitung: Jascha Horenstein
Länge: 06:07 min
Label: profil Hänssler

Urheber/Urheberin: Leos Janacek
* I. Allegretto
Titel: Sinfonietta
Orchester: Pro Musica Orchester Wien
Leitung: Jascha Horenstein
Länge: 03:26 min
Label: profil hännsler

Urheber/Urheberin: Johannes Brahms
Titel: Klavierkonzert nr 1, op. 15
* III. rondo. allegro non troppo
* Orchestre National de la Radiodiffusion television Francaise unter
Leitung: Jascha Horenstein
Solist/Solistin: Claudio Arrau
Länge: 12:35 min
Label: profil hänssler

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