Papst Franziskus verdeckt sein Gesicht

AP/AFP/TIZIANA FABI

Franziskus und die Kritik von rechts

"Die Gegner des Papstes". Eine Sendung im Rahmen des Logos-Schwerpunktes zu einer der ältesten Institutionen der Welt, dem Papsttum, einer Zentrale der Macht, die bis heute mit Kontroversen und Intrigen konfrontiert ist

Papst Franziskus ist beliebt, aber nicht bei allen. Vor allem in Kreisen pointiert konservativer und traditionalistischer Katholikinnen und Katholiken stößt er auf Kritik. Spätestens seit der Veröffentlichung seines nachsynodalen Schreibens "Amoris Laetitia", das in der Frage des Kommunionempfangs geschiedener und wiederverheirateter Katholik/innen pastorale Milde statt doktrinärer Härte signalisiert, gilt der Papst so manchem Hardliner als ein Mann mit einer gefährlichen Agenda: Er wolle die unveränderliche katholische Lehre verändern, um sie dem Zeitgeist anzupassen, heißt es.

Der Widerstand sitzt im Zentrum der Kirche. Die Kurie lässt Initiativen des Papstes ins Leere laufen, Kardinäle wie Raymond Burke oder Robert Sarah kritisieren Franziskus in aller Öffentlichkeit. Aber auch außerhalb vatikanischer Mauern haben sich die Gegner formiert. Nach Analyse des Vatikan-Journalisten Marco Politi hat der Widerstand gegen den Papst neue Dimensionen erreicht, weil sich konservative katholische Frömmigkeit mit mächtigen wirtschaftlichen und politischen Interessen verbündet hat.

LOGOS hat mit konservativen oder traditionalistischen Papstkritikern in Wien, den USA und Rom gesprochen. Ihre Motive sind durchaus unterschiedlich. Die einen kämpfen gegen eine angebliche Unterwanderung der Kirche durch humanistische Ideale, andere fürchten den Verlust ihrer katholischen Identität. Wieder andere machen sich für eine katholische Kirche stark, die sich als Verteidigerin des Abendlandes bewährt. Schwere Zeiten für Papst Franziskus.

Eine Sendung im Rahmen des Logos-Schwerpunktes zu einer der ältesten Institutionen der Welt, dem Papsttum, einer Zentrale der Macht, die bis heute mit Kontroversen und Intrigen konfrontiert ist.

Gestaltung: Christian Rathner

Sendereihe