Eine Ariane 5 Rakete wird abgeschossen und hinterlässt ihre Spuren im Himmel.

AFP/JODY AMIET

Ariane 6 - Europas Hoffnung im All.

Ob das Prestigeobjekt der ESA wie geplant noch heuer ins All starten wird, ist fraglich.
Gestaltung: Sabine Wachs, Sven Weingärtner (ARD)

Die neue Ariane 6-Rakete ist eine europäische Gemeinschaftsproduktion: Große Teile werden in Frankreich und Deutschland gebaut. Die Oberstufe, quasi das Gehirn der Rakete, stammt aus Bremen, Triebwerke und Hauptstufe werden nahe Paris gefertigt. Die Rakete soll besser und auch günstiger sein als alle ihre Vorgängerinnen. 14 Raketen, das war der Plan, sollten bis 2023 gebaut werden. Die Konkurrenz schläft nicht: Vor allem das US-amerikanische Raumfahrtunternehmen SpaceX von Tesla-Chef Elon Musk setzt die Europäer finanziell unter Druck. SpaceX setzt beim Bau seiner Raketen auf Großproduktion und kann günstiger anbieten.

Die erste Ariane 6 soll eigentlich Ende dieses Jahres vom französischen Weltraumbahnhof bei Kourou in Französisch-Guayana abheben. Die Corona-Pandemie wird wohl auch diesen Zeitplan durcheinanderbringen: Über acht Wochen war der Weltraumbahnhof geschlossen. Nun wird dort die Arbeit wieder aufgenommen, vor allem auch an der Startrampe der neuen Rakete. Auf der neuen Trägerrakete lasten große Hoffnungen auf einen unabhängigen europäischen Zugang zum Weltraum.

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