Alte Schrift eines Briefes des Schriftstellers Friedrich Schiller.

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Poesie des Werbens

Die historische Rolle der frühmittelalterlichen Troubadoure. Mit Peter Cichon, Institut für Romanistik, Universität Wien.
Gestaltung: Ute Maurnböck

Die fin´damor, die feine Minne, gehörte zum Höchsten im Repertoire der frühmittelalterlichen Troubadours und Trouvères. Sie waren Dichter, Sänger und Komponisten. In Südfrankreich wirkten die Troubadours (Trobadors), die in der galloromanischen Sprache Okzitanisch dichteten, in Nordfrankreich ihr Pendant, die Trouvères.
Wie in der mittelhochdeutschen Minnelyrik verklärte der Interpret in einer ausgearbeiteten Poesiesprache auf kunstvolle Weise seine platonische Liebe zu einer domna, der idealen Frau.

Ihre Schönheit und Tugend, ihre Sittsamkeit wie auch ihr Auftreten wurden besungen - und immer war sie, weil mit dem Lehensherr verheiratet, unerreichbar.
Ob bürgerlich, aus dem Hochadel oder Klerus: die Interpreten lernten ihr Handwerk meist in eigenen Schulen und begleiteten sich auf der Drehleier. Als erster überlieferter Troubadour/Trobador gilt Wilhelm IX, der Herzog von Aquitanien. Aber auch weibliche Gegenstücke gab es: Troubairitz genannt, die ihr Ideal der höfischen Liebe besangen. Mit den Kreuzzügen gegen die Katharer (Albigenser) fand die okzitanische höfische Gesellschaft mit ihren Bräuchen ein Ende.

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