Katholische Sozialakademie, Rechtsberatung für Asylsuchende, Abtreibungspille

ksoe: Umstrukturierung oder Abschaffung? +++ Evangelische Kirche will weiterhin unabhängige Rechtsberatung für Asylsuchende anbieten +++ Aktion Leben: Heftige Kritik an leichterem Zugang zu Abtreibungspille

1. ksoe: Umstrukturierung oder Abschaffung?

Die Katholische Sozialakademie Österreichs (ksoe) soll inhaltlich und strukturell neu aufgestellt werden. Grundlage für den nötigen und grundlegenden "Relaunch" der kirchlichen Fachstelle ist ein Beschluss der Österreichischen Bischofskonferenz, der im Rahmen der letzten Vollversammlung vor zwei Wochen gefasst wurde. Das erklärte der für die ksoe zuständige Referatsbischof, Militärbischof Werner Freistetter. Es mehren sich kritische Stimmen, die davon sprechen, dass die Bischöfe in Wahrheit aber mit der ksoe ihre sozialpolitische Stimme liquidieren. - Gestaltung: Martin Gross


2. Evangelische Kirche will weiterhin unabhängige Rechtsberatung für Asylsuchende anbieten

Die Evangelische Kirche in Österreich und die Diakonie kündigen angesichts der Vorbereitungen für den Start der Asyl-Rechtsberatung in der Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen (BBU) im Jänner 2021 an, dennoch weiterhin unabhängige Rechtsberatung anbieten zu wollen.
"Leider konnte die fragwürdige Verstaatlichung der Rechtsberatung nicht verhindert werden", so Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser. "Auch wenn durch Gespräche mit dem Justizministerium in einigen wichtigen Punkten Verbesserungen für die Klient/innen im Vergleich zum Ursprungskonzept erreicht wurden, ist eine unabhängige und klientenzentrierte Beratung weiterhin unabdingbar." Die Evangelische Kirche wird die Weiterführung der unabhängigen Asylrechtsberatung durch die Diakonie finanziell unterstützten, wird dabei aber auch auf Spenden angewiesen sein.


3. Aktion Leben: Heftige Kritik an leichterem Zugang zu Abtreibungspille

Heftige Kritik an der geplanten Abgabe der Abtreibungspille Mifegyne durch Gynäkologen kam am Freitag von der "Aktion Leben". Das Medikament soll in Österreich in Zukunft auch außerhalb von Krankenhäusern und Ambulanzen bei niedergelassenen Gynäkologen erhältlich sein. Den Zugang zu Mifegyne nun durch Gynäkologen zu ermöglichen, ohne positive Begleitmaßnahmen und ohne - wie seit Jahren gefordert- Zahlen über Abbrüche zu erheben, zeige, wo Österreich steht, so "Aktion Leben"-Generalsekretärin Martina Kronthaler: "Unser Staat verharrt in einer Position der Ignoranz, die ungeplante, ungewollte Schwangerschaften immer mehr zum ganz privaten, häuslichen Problem von Frauen macht und die Frauen damit im Stich lässt".

Moderation: Martin Gross

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