Ein junger Uigur schaut durch eine vergitterte Tür

AFP/PETER PARKS

China Cables: Die Unterdrückung der Uiguren in China

Wie Peking versucht, eine ungeliebte Minderheit gefügig zu machen
Gestaltung: Christine Adelhardt, Philipp Eckstein, Jan Lukas Strozyk, Benedikt Strunz

Die chinesische Regierung möchte offenbar die Geburtenrate unter Uiguren und anderen muslimischen Bevölkerungsgruppen in der Autonomieregion Xinjang senken: Neue Studien und Recherchen der Nachrichtenagentur AP zeigen, dass Frauen in den dortigen Internierungslagern zu Sterilisation und Abtreibung gezwungen werden. Peking weist alle Vorwürfe zurück.

Doch bereits im November 2019 waren geheim eingestufte Dokumente aus dem Inneren der chinesischen Kommunistischen Partei veröffentlicht worden. Sie zeigten im Detail, wie die massenhafte Internierung von religiösen Minderheiten in der Volksrepublik China organisiert und durchgeführt wird. In Xinjiang im Nordwesten des Landes werden nach Einschätzung von Experten mehr als eine Million Menschen, vorwiegend Uiguren, in Lagern gefangen gehalten und umerzogen. Die Papiere wurden dem Internationalen Konsortium Investigativer Journalisten (ICIJ) zugespielt und von 17 internationalen Medienpartnern, darunter die ARD in Deutschland, ausgewertet. Alle Rechercheergebnisse wurden weltweit unter dem Stichwort "China Cables" veröffentlicht.

Aus aktuellem Anlass wiederholen wir die im Dezember 2019 erstmals ausgestrahlte Sendung.

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