Stefan Lassnig

PENGUMEDIA

Punkt eins

Was fördert Medien?

Die Regierung beschließt ein Medienpaket - geht es dem Journalismus jetzt besser? Gäste: Daniela Kraus, Generalsekretärin Presseclub Concordia; Stefan Lassnig, Medienunternehmer und Strategieberater. Moderation: Xaver Forthuber. Anrufe 0800 22 69 79 | punkteins(at)orf.at

Letzte Woche verkündeten die Koalitionsparteien eine Einigung auf ein neues Paket zur Medienförderung. Frisches Geld für den österreichischen Medienmarkt und ein Plan, wie es zielgerichtet verteilt werden soll: Vizekanzler Andreas Babler lobte das Ergebnis als "ambitioniert", eine "Investition in unabhängigen Journalismus". Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) und der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) zeigten sich in ersten Reaktionen zufrieden, die Opposition findet die Maßnahmen hingegen unzureichend bis schädlich für die Medienvielfalt.

Um die Bedeutung einer gesunden Medienlandschaft hervorzustreichen, ließen die Proponent:innen der neuen Medienförderung jedenfalls nichts anbrennen: Es geht demnach um nichts Geringeres als "die Demokratie" (Medienminister Babler), deren Verteidigung gegen die "Übermacht der Big-Tech-Unternehmen" (VÖZ-Präsident Rainer Novak) und die Abwehr von Fake-News im "hybriden Krieg" gegen Russland und andere (NEOS-Mediensprecherin Henrike Brandstötter).

Erreicht werden soll das mit einer "Investition in unabhängigen Journalismus" (Babler), bestehend aus drei Säulen: Eine neue Zustellförderung soll die Lieferung von Printprodukten an die Haustür in ganz Österreich absichern - allerdings nicht für Gratismedien. Regional- und Bezirkszeitungen sehen sich benachteiligt: Gerade sie würden "als oft letztes unabhängiges Medium auf Lokalebene eine wichtige Funktion in den Regionen" erfüllen. - Rund ein weiteres Drittel des insgesamt 60 Millionen schweren Paketes ist für die fortgesetzte Förderung von "Digitaltransformation" vorgesehen. Und nicht zuletzt sollen gezielt Angebote für "junge Menschen", etwa auch von Medien-Start-Ups, sowie die "Medienkompetenz" der heranwachsenden Generationen gefördert werden.

Für 2028 kündigte Babler einen weiteren "großen Umbau" der Medienförderungen an; außerdem noch ausständig ist das "Zukunftsforum" im Herbst, bei dem nicht zuletzt über die Rolle des ORF gesprochen werden soll. Ziel ist ein stabiler Medienstandort mit sicheren Arbeitsplätzen, Raum für Innovation und qualitativ hochwertigen Inhalten im öffentlichen Interesse.

Wie sind diese Ziele zu erreichen, was ist dabei die Rolle der Politik und ihrer Steuerungsinstrumente, und sind wir uns überhaupt einig, wie die österreichische Medienlandschaft beschaffen sein soll? Was hilft Medienunternehmen und Journalist:innen wirklich, ihre Funktionen für die Gesellschaft zu erfüllen? Wer ergreift warum einen Beruf in den Medien, und wie lebt und arbeitet es sich in diesen Systemen? Bei Xaver Forthuber diskutieren Daniela Kraus, die Generalsekretärin des Presseclub Concordia, und der Medienmanager und "Podcast-Pionier" Stefan Lassnig. Reden Sie mit: Rufen Sie in der Sendung an unter 0800 22 69 79 oder schreiben Sie ein E-Mail an punkteins(at)orf.at.

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  • Xaver Forthuber