Museum Bramberg, Ausstellungsraum

MUSEUM BRAMBERG

Smaragde im Glimmerschiefer

Ein Sommer voller Museen in Österreich 1
Museum Bramberg

Bramberg im Oberpinzgau liegt im Gebiet des Nationalparks Hohe Tauern, am Südfuß des Wildkogels. Das "Tal der Smaragde" wird das Habachtal in Bramberg auch genannt. Europaweit einzigartig ist das Smaragd- und Mineralienvorkommen hier. Erwin Burgsteiner ist im Museum Bramberg, für die Mineralien verantwortlich.

Das Museum Bramberg wurde 1980 eröffnet im Wilhelmgut, einem Bauernhof aus dem 13. Jahrhundert. Die oberen Stockwerke erzählen von regionalem Brauchtum, etwa den Bauernkönigen, aber auch von der Volkskunst, und dem alten Handwerk - das Imkern, die alten Kochbücher, die Almwirtschaft und die Dorfschmiede, besonders aber die Geschichte des Bergbaus.

Die Vitrinen mit den Mineralien leuchten punktuell in der Dunkelheit auf. Hier thront sie, unübersehbar und zentral platziert: die Smaragdmadonna. "Sie ist ungefähr 25 Zentimeter hoch. Das Muttergestein ist Glimmerschiefer, und darin sitzen aufgefädelt wie Knöpfe am Mantel, die einzelnen intensiv-grünen Smaragde. Die Form erinnert an eine Madonna - das ist beim Spalten so entstanden." Die andere Hälfte des Smaragdes steht im Wiener Naturhistorischen Museum, erzählt Erwin Burgsteiner. Er empfiehlt aber, sich die weitaus schönere Seite, eben die Smaragdmadonna, persönlich in Bramberg anzusehen.

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Museum Bramberg
Weichseldorf 27, 5733 Bramberg am Wildkogel

Objekt: Smaragdmadonna

Service

Museum Bramberg

Anhand von jeweils einem besonderen Objekt aus der Sammlung werden in dieser Sendereihe ausgewählte Museen auf Ö1 vorgestellt. Die insgesamt fünfzig Beiträge ergeben bis Ende September 2020 ein sommerliches Puzzle der Kultur-, Natur- und Kunstgeschichten Österreichs.

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