Kriegerdenkmal von Daringer

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Kriegsdenkmal mit Friedensbotschaft

Ein Sommer voller Museen in Österreich 1

Daringer Kunstmuseum

"Kunst zum Nachdenken, besonders in der Krise" - so könnte das Leitmotiv des 2009 verstorbenen Innviertler Bildhauers und Wotruba-Schülers Manfred Daringer gelautet haben. Nach seinem Ableben hinterließ er sein gesamtes künstlerisches Erbe der Marktgemeinde Aspach, mit dem Wunsch, dass seine Arbeiten weiterleben. 2013 wurde ganz im Sinne des Bildhauers das Daringer Kunstmuseum gegründet, als Ort der Begegnung mit der Sinnlichkeit. Zu sehen sind Daringers Stein-, Marmor und Bronze-Skulpturen, die naturalistisch und vom Leben am Land geprägt sind. Projektleiter des Museums ist Engelbert Fellner, Obfrau ist Erika Oberleitner.

"Objekt der Begierde" ist in Aspach eine Figur, die in der Gemeinde bereits zu Lebzeiten des Bildhauers zu sehen war - nämlich das Kriegerdenkmal auf dem Marktplatz. Zu sehen ist eine am Boden kauernde Frau mit angezogenen Beinen, die ihren Kopf in die Hände legt. Die Skulptur symbolisiert das Leid der Frauen im Zweiten Weltkrieg und steht heute stellvertretend für trauernde Frauen aus gegenwärtigen Kriegsgebieten. Modell gestanden ist Manfred Daringer damals seine langjährige Herz- und Wegbegleiterin Ingrid Strasser, die für Daringer nicht nur Muse sondern auch wichtigste Kritikerin war und in Zeiten der psychischen Labilität optimistischen Weitblick bewies.

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Daringer Kunstmuseum
Marktplatz 9, 5252 Aspach

Objekt: Kriegerdenkmal von Manfred Daringer (2003)

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Gestaltung: Julia Baschiera

Service

Kriegerdenkmal der Gemeinde Aspach

Daringer Kunstmuseum

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