Eine Uhr gestoppt von einer Bombe aus 1945.

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Der Alltag und der Krieg - Erinnerungen an 1945

Von singenden Flaksplittern, beinahe amputierten Armen und Röcken aus Soldatenmänteln

Im Rahmen des Projektes "1945 erinnern" entstanden 2005 in Zusammenarbeit mit der Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen der Universität Wien fünf "Moment"-Sendungen über ganz persönliche Rückblicke auf das Jahr des Kriegsendes. In Teil vier schildern die Zeitzeugen Friederike und Friedrich Plachy, Hedwig Öhler, Luitgard und Helmfried Knoll und Günther Doubek den Alltag der letzten Kriegstage, erzählen vom falschen Mythos, dass man nur von Bomben getroffen wird, die man nicht hört. Oder von Soldatenliedern im Radio und von Erinnerungen an Töne und Geräusche, die auch Jahrzehnte danach in einem norwegischen Museum zu Panik führen.

Im anschließenden Studiogespräch bringt die Historikerin Heidemarie Uhl diese Schilderungen in einen aktuellen zeitgeschichtlichen Kontext und spricht über Möglichkeiten, Potentiale und Grenzen von "oral history", traumatische Ereignisse für ganze Familien und Dinge, an die man sich vielleicht lieber nicht mehr erinnert.

Gestaltung: Andrea Hauer und Lukas Tremetsberger

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