Danielle Spera

APA/GEORG HOCHMUTH

Danielle Spera über die jüdischen Protagonisten der Salzburger Festspiele

"Jedermanns Juden". Die Direktorin des Jüdischen Museum Wien, Danielle Spera, erzählt über jüdische Protagonist/innen in der hundertjährigen Geschichte der Salzburger Festspiele

1920 wurden die Salzburger Festspiele als katholisch-neobarockes Spektakel gegründet, doch gerade viele Wiener Jüdinnen und Juden förderten hier die Wiederbelebung des Österreich-Gedankens auf der Bühne. Neben der erwarteten Tradition fand sich auch überraschend viel Avantgarde auf dem Programmzettel, sogar ein Werk von Arnold Schönberg wurde 1928 aufgeführt.

Während des Austrofaschismus erfolgte eine Politisierung, da sich Österreich als besserer deutscher Staat präsentieren wollte. 1938 schließlich wurden die Festspiele im Sinne der "Rassentheorie" der Nazis ideologisch uminterpretiert, Jüdinnen und Juden waren nicht mehr erwünscht und wurden vertrieben. In der Nachkriegszeit fanden sich nur wenige jüdische Protagonisten und Protagonistinnen unter den Regisseuren und Darstellern.

Dazu ist eine Ausstellung im Jüdischen Museum Wien geplant. Im Zentrum der von Marcus G. Patka und Sabine Fellner kuratierten Ausstellung stehen einige noch nie gezeigte Objekte aus dem Nachlass von Max Reinhardt sowie vielfältige Kunstwerke, die den Aufstieg der Festspiele bis heute, sowie die Lebenswege der verschiedenen handelnden Personen, ihre Karrieren und Fluchtwege nachzeichnet. Von ihnen erzählt die Direktorin des Jüdischen Museums Wien, Danielle Spera, in ihren "Gedanken für den Tag". - Gestaltung: Alexandra Mantler

Service

Jüdisches Museum Wien: Jedermanns Juden. 100 Jahre Salzburger Festspiele

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Sendereihe

Gestaltung

Übersicht

Playlist

Komponist/Komponistin: Igor Strawinsky/1882-1971
Album: FESTSPIELDOKUMENTE SALZBURGER FESTSPIELE 1979 & 1994 : CLAUDIO ABBADO
* Rondes des princesses / Reigen der Prinzessinnen (00:05:22)
Titel: L' Oiseau de feu - Suite Nr.2 (1919) aus dem Ballett von 1910
Anderssprachiger Titel: Der Feuervogel
Leitung: Claudio Abbado
Orchester: European Community Youth Orchestra
Länge: 02:00 min
Label: ORFEO C892141B

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