Topsy Küppers

ORF/FLORIAN WAITZBAUER

Topsy Küppers über ihre Corona-Krise

"Das setzt dem Corona die Krone auf". Die Schauspielerin und Autorin Topsy Küppers geht mit einem Schmunzeln durch die Krise

Die Schauspielerin, Chansonnette und Gründerin der Freien Bühne Wieden feiert am 17. August ihren 89. Geburtstag. Die letzten Wochen und Monate hat sie - wie so viele - vor allem in den eigenen vier Wänden zugebracht, sich dabei den einen oder anderen "Corona-Gedanken" gemacht und sich auch an ihre Kindheit erinnert. "In Zeiten wie diesen denkt man mehr an die Vergangenheit, als an die Zukunft - oder?", meint die quirlige Schauspielerin und Buchautorin. "In eigener Sache dachte ich immer wieder an meine Kindheit zurück. Das kleine Mädchen im Keller versteckt. Monatelang. "Mutti, ich hab Hunger!" "Psst! Red nicht so laut! Sei still. Lies!" Und ich las zum zigsten Mal Nesthäkchen oder in meinen Schulbüchern."

Als Tochter eines jüdischen Vaters musste sie sich während der Nazizeit mehr als ein Jahr lang mit ihrer Mutter, ihrer Großmutter und einer Tante in einem Keller in Vaals in Holland verstecken. "Meine Mutter war geschieden, ich bin getauft, aber sie hatte - zurecht - Angst um ihr Kind", erinnert sich Küppers. Wer in seinem Leben schon viel erlebt hat, könne auch der aktuellen Situation mit einer gewissen Gelassenheit und mit einem nicht unterzukriegenden Humor begegnen. Und so gibt Topsy Küppers in ihren "Gedanken für den Tag" durchaus scharfzüngige Lebensweisheiten und aufmunternde Erinnerungen zum Besten, die auch zum Schmunzeln einladen.

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