Luftaufnahme eines Bootsstegs

DYNAMO WIEN/FLORIAN JUNGWIRTH/ORF

Ein klassischer Text auditiv modern

"Antigone. A poem". Hörspiel von Helmut Peschina nach Sophokles. Mit Alina Fritsch, Eva Mayer, Wolfgang Hübsch, Markus Hering, Felix Kammerer, Klaus Höring, Markus Meyer, Michael König und Regina Fritsch. Übersetzung: Carl Bruch. Ton: Martin Leitner. Sounds: Lena Kauer. Regie: Elisabeth Weilenmann (ORF 2020)

Die Niederösterreicherin Elisabeth Weilenmann zählt zu den wichtigen jungen Hörspielregisseurinnen im deutschsprachigen Raum. Im Vorjahr wurde ihre Inszenierung von Gabriele Kögls "Höllenkinder" mit dem Preis für das beste europäische Hörspiel, dem "Prix Europa", ausgezeichnet. Für Ö1 inszeniert sie nun die von Sophokles vor mehr als 2.400 Jahren verfasste "demokratische Dichtung" (zit. Alfred Polgar) "Antigone".

"In Sophokles' 'Antigone' prallen Weltbilder aufeinander. Es wird die Frage gestellt, was stärker und wichtiger ist: bestehendes Gesetz oder Glaube, blindes Folgen herrschender Regeln oder ein Hinterfragen derselben. Dabei geht es weniger um ein diplomatisches Abwägen als vielmehr um unverrückbare Positionen, die aufeinandertreffen. Die Aktualität des Stückes verblüfft, auch was die Rolle der Frau betrifft. Mich als Regisseurin des von Helmut Peschina bearbeiteten Textes hat vor allem die Frage interessiert, wie man diesen klassischen Text auditiv modern zeigen kann. Die Antwort lag für mich in der Zusammenarbeit mit einer DJane, die weg von klassischen Inszenierungsstrategien hin zu einer stark rhythmisierten Ästhetik führt." (Elisabeth Weilenmann)

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