Neusiedler See

APA/HELMUT FOHRINGER

Der trockene See

Wie die Tourismuswirtschaft um den Neusiedler See auf die Klimakrise reagiert
Gestaltung: Cornelia Krebs Moderation: Volker Obermayr

Der Neusiedler See ist in seiner etwa 15.000 Jahre alten Geschichte schon öfter ausgetrocknet. In regenreichen Jahren schwillt er auch wieder ordentlich an, doch so seicht wie heuer war er zuletzt 1965. Angesichts des voranschreitenden Klimawandels ist die Sorge groß, das Wasser könnte sich eines Tages für immer verabschieden. Die Region Neusiedlersee boomt, etwas mehr als die Hälfte aller Übernachtungen im gesamten Burgenland entfallen auf sie, unter den zehn beliebtesten Tourismusgemeinden liegen fünf am Neusiedler See. Das könnte sich ändern, sollte vom Klischeebild "Meer der Wiener" nur noch eine morastige Lacke und schlimmstenfalls eine Salzwüste übrigbleiben - was derzeit freilich nur Spekulation ist. Seit den frühen 2000er Jahren wird darüber diskutiert, ob eingeleitetes Fremdwasser, etwa aus der Donau, das Gewässer auf einem ausgeglichenen Niveau halten könnte. Eine grenzüberschreitende Task Force soll in den nächsten Jahren ein Konzept dazu erarbeiten. Doch nach wie vor warnen Ökologen vor den Folgen solch eines Experiments, während die Menschen, die am und vor allem vom See leben, den ambitionierten Plänen einiges abgewinnen können.

Service

Links
Wasserportal Burgenland - Mittlerer Wasserstand Neusiedler See
WWF - Der Neusiedler See
Seefestspiele Mörbisch
Neusiedler See



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