Britische Truppen auf Zypern, 1963

AP

60 Jahre Zypern

Porträt einer zerrissenen Insel mit vielen ungelösten Problemen.
Gestaltung: Thomas Bormann und Christian Buttkereit

Am 16. August 1960 wurde die Mittelmeer-Insel Zypern in die Unabhängigkeit entlassen, nachdem sie jahrzehntelang britische Kolonie gewesen war. Doch niemand mag das Republik-Jubiläum so recht feiern, denn die Insel ist seit 46 Jahren getrennt - im Süden leben die griechischen, im Norden die türkischen Zyprer. Verhandlungen über eine Wiedervereinigung der Insel scheiterten immer wieder. Die griechischen Zyprer fordern, dass die Soldaten der türkischen Armee aus dem Norden der Insel abziehen müssen. Die türkischen Zyprer im Norden aber befürchten, in einer wiedervereinigten Insel als Minderheit von den griechischen Zyprern unterdrückt zu werden - so wie sie es vor dem kurzen Krieg 1974 empfanden.
Hinzu kommen ein Streit um Öl- und Gasvorkommen unter dem Boden des Mittelmeers vor der Küste Zyperns und die Corona-Krise: Die Pandemie hat den für die Insel so wichtigen Tourismus im heurigen Jahr praktisch lahmgelegt.

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