Unterwegs - Aufbrechen, Ankommen

Heute machen wir es so, wie es einst schon die Peripatetiker um Aristoteles gemacht haben. Beim Spazieren durch die Wandelhalle kommen bekanntlich die Gedanken in Bewegung - und diesen Effekt machen wir uns auch am heutigen Abend zunutze: ein Kunstsonntag im Reisemodus und Vorwärtsgang.

Der zweite Teil des Kunstsonntags beginnt ab 22.05 Uhr mit einer transatlantisch-musikalischen Betrachtung: Marie-Therese Rudolph spricht in Zeitton-Extended mit dem Geiger und Dirigenten Ernst Kovacic über das Werk von Ernst Krenek - und präsentiert faszinierendes Anschauungs- bzw. Anhörungsmaterial des in Österreich geborenen und 1938 in die USA emigrierten Komponisten.

Die Filmkolumne ZOOM-In beginnt mit einer Besprechung von "Die obskuren Geschichten eines Zugreisenden", dem aktuellen Film des Spaniers Aritz Moreno - entpuppt sich allerdings alsbald als eine Durchquerung der Filmgeschichte. Bevorzugtes und einziges Fortbewegungsmittel: der Zug. Am Steuer: Alfred Popp.

In Radiokunst - Kunstradio geht es mit dem VW-Bus nach Sylt. Der Protagonist des Hörspiels "Chinchilla Arschloch, waswas"leidet am Tourette-Syndrom, daher der deftige Titel. Das Stück besticht durch unkonventionelles Spiel und charmant eingesetzte Verbalinjurien. So sah das auch die Jury des Deutschen Hörspielpreises, sie schrieb letztes Jahr in der Begründung der Zuerkennung ebenjener Auszeichnung: Das Hörspiel "tritt der bedrohlichen Zunahme von virtuellen und analogen Hassattacken im Wortsinn in den Arsch."

Sendereihe

Gestaltung

  • Robert Czepel