Weinende Frau, Graffiti

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Vom guten und vom schlechten Gewissen

"Das perfekte Ruhekissen", Teil 1. Die Reihe "Logos" geht in zwei Teilen dem Phänomen des menschlichen Gewissens auf den Grund

"Das Schönste am Seitensprung", so soll Karl Kraus einmal gesagt haben, "ist der Anlauf." Für manche bleibt aber vor allem das schlechte Gewissen danach. Schuldgefühle können viele Ursachen haben: Da reicht mitunter ein vergessener Geburtstag. Ein gutes Gewissen ist hingegen das "beste Ruhekissen", so sagt der viel zitierte "Volksmund". Aber wer macht im Leben keine Fehler, die ihm oder ihr eigentlich leidtun sollten?

Schuldgefühle können in der Psychotherapie bearbeitet werden. Ihre Ursache ist oft simpel: Der Mensch ist tatsächlich schuldig geworden. Doch für die Vergebung ist der Therapeut / die Therapeutin nicht zuständig. Die bieten die christlichen Kirchen im Sakrament der Buße an - in der Beichte (in der einen oder anderen Form).

Doch gerade dem Christentum wird wiederum vorgeworfen, durch rigide Moralvorschriften die Schuldgefühle erst zu erzeugen, um sie dann auch noch zu instrumentalisieren. Und ein "schlechtes Gewissen" lässt sich auch in jeder Form zwischenmenschlicher Beziehung hervorragend für eigene Zwecke nutzen.

Ist das Gewissen - ob "gut" oder "schlecht" - nur Ballast auf dem Lebensweg? Oder kann es ein Orientierungspunkt sein? Die Reihe "Logos" geht in zwei Teilen dem Phänomen des menschlichen Gewissens auf den Grund. - Wiederholung der Sendung vom 17.2.2018 im Rahmen der "Logos"-Sommerreprisen.

Sendereihe

Gestaltung

  • Markus Veinfurter