
ORF/URSULA HUMMEL-BERGER
Du holde Kunst
Ein Plädoyer für die Wertschätzung der Menschen
"Der Welt Schlüssel heißt Demut" - Markus Meyer liest Gedichte über die Achtung und Wertschätzung der Menschen und der Welt.
13. September 2020, 08:15
Das Wort "Demut" ist aus dem alltäglichen Sprachgebrauch fast gänzlich verschwunden, und wird es verwendet, hat es einen verstaubten, veralteten Beigeschmack. Für Kant war die Demut, die humilitas moralis, allerdings ein "Indikator für die eigentliche Würde des Menschen" und Erich Fromm schätzte die Demut als Voraussetzung für die Überwindung des eigenen Narzissmus. Für Burgschauspieler Markus Meyer bedeutet Demut "die stille, ehrfurchtsvolle Verbeugung vor dem Alter, der Weisheit, der Tradition, der Natur und einer (göttlichen) Allmacht". Er liest Gedichte und Texte zum Thema "Demut" von Laotse, Max Dauthendey, Ferdinand von Saar, Wilhelm Raabe, Wilhelm Busch, Christian Morgenstern u.a., dazu sind Glenn Goulds Interpretationen von Bachs Goldberg-Variationen zu hören.
Gestaltung: Markus Meyer und Kurt Reissnegger.
Service
Folgende Gedichte und Prosatexte werden in dieser Sendung gelesen:
Anonym: "Ich war den Berg hinaufgestiegen..."
Rainer Maria Rilke: "Du meinst die Demut..."
Karl Ferdinand Dräxler-Manfred: "Ihr steckt die Hand wohl in die Wogen"
Ferdinand von Saar: "Konsequenz"
Friedrich Schiller: "Der Graf von Habsburg"
Heinrich Hansjakob: "Demut ist die wahre Stärke des Menschen"
Wilhelm Busch: "Strebsam"
William Shakespeare: "Zitat aus Julius Cäsar, Akt II, 1. Szene, Brutus"
Anonym: "Schon mancher war im Eifer entbrannt"
Buddha: "Betrachte den..."
Theodor Fontane: "Zuspruch"
Hans Weigel: "Kleine Schauspieler"
Ferdinand von Saar: "A se stesso - An sich selbst"
Mascha Kaléko: "Gebet"
Sendereihe
Gestaltung
- Kurt Reissnegger