Stacheldraht

APA/HELMUT FOHRINGER

WIR UND DIE ANDEREN Zur Geschichte von Feindbildern

Feindbilder im Wandel der Zeit
mit: Johannes Feichtinger und Johann Heiss, Österreichische Akademie der Wissenschaften
Gestaltung: Rosemarie Burgstaller

"Vorurteile und Stereotype verdichten sich bei gebotenem Anlass zu geschlossenen Feindbildern, die hohe integrative Kraft haben. Dieser Prozess lässt sich - in Krisenzeiten, im Krieg, oder zur Beförderung bestimmter politischer Absichten - beschleunigen durch Propaganda oder andere Einwirkungen auf die öffentliche Meinung," so der deutsche Historiker und Antisemitismusforscher Wolfgang Benz.

Feindbilder reduzieren die Welt auf zwei Perspektive: Gut und Böse. Mit dieser Formel von "Wir" und "Ihr" tragen sie auf fatale Weise zum Aufbau und Zusammenhalt von Gemeinschaften und Gruppen bei, indem die ab- und auszugrenzende Gruppe als Bedrohung betrachtet wird. Durch Diffamierung der "Anderen" lässt sich das Bild von sich selbst idealisieren und überhöhen. Der Feindbildbegriff täuscht Beständigkeit und Stabilität vor, Feindbilder sind aber zeit- und kontextgebunden, außerdem unterliegen sie Konjunkturen.

Service

Nähere Informationen zum Thema finden Sie auf der Website der Österreichischen Akademie der Wissenschaften unter: http://www.tuerkengedaechtnis.oeaw.ac.at

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