Marterl im Morgenlicht

APA/DPA/ANGELIKA WARMUTH

Was Marterl erzählen

Von den Geschichten hinter den Flurdenkmälern am Wegesrand

Wanderer und Bergsteigerinnen begegnen ihnen regelmäßig, für Volkskundler stellen sie eine unschätzbare Quelle dar - die so genannten Marterl erzählen am Wegesrand Geschichten von Unglücken und Unfällen, von Verbrechen und Naturkatastrophen. Weil die so unvermittelt Verstorbenen im Volksglauben als unvollendete Leben galten, die in einer Art Zwischenwelt landeten, sollten sie die Gebete der Vorbeikommenden von ihrem Martyrium erlösen. Marterl gibt es seit mindestens 150 Jahren, vielleicht sogar länger. Weil diese, meist hölzernen Kleindenkmäler rasch verwittern, können Wissenschaftler keine sicheren Aussagen treffen. Wer sich mit dieser Form von lokaler Geschichtsschreibung beschäftigt, stößt auf Dramen, die aufmerksame Leserinnen und Leser bis heute bewegen. Georg Wimmer hat sich im Salzburger Land auf eine Spurensuche begeben.

Gestaltung: Georg Wimmer


Wort der Woche: Lothar Bodingbauer


Moment-Echo: Jonathan Scheucher

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