Ein Baum aus der Froschperspektive

APA/DPA/INA FASSBENDER

Leben in einer Großfamilie mit 17 Kindern

Ö1 Themenwoche "Kindheit"
Frau Klopf und ihre Kinderschar.
Einblicke in eine der größten Familien Österreichs.
Feature von Ernst Weber.
(Wh. v. 11.01.2020)

Regina Klopf brachte 17 Kinder zur Welt. Sie lebte mit ihrem Mann - einem Holzarbeiter - und der größer werdenden Kinderschar in einfachen Verhältnissen. 1968 bezog die Familie ein desolates Herrenhaus in Opponitz in Niederösterreich. Die Kinder waren auf Kleiderspenden angewiesen, schliefen zu dritt in einem Bett, ernährten sich von Polenta und Kartoffeln und unterstützten sich gegenseitig bei den Schulaufgaben.

Das Essen erfolgte in mehreren Durchgängen. Gemeinsam hatte die vermutlich kinderreichste Familie des Landes nicht genug Platz am Tisch. Bereits berufstätige Geschwister zahlten Kostgeld und trugen zum Familieneinkommen bei. Trotzdem genossen die Kinder das Aufwachsen im großen Familienverband: In dem Trubel war es nicht langweilig und es fand sich immer jemand zum Spielen.

Regina Klopf ist mittlerweile über 80 Jahre alt und an Demenz erkrankt. Sie lebt mit ihrem querschnittsgelähmten Sohn Kurt und dessen Lebensgefährtin im renovierten Herrenhaus. Der Familienzusammenhalt ist groß: Viele der Kinder besuchen die Mutter regelmäßig und kümmern sich um sie. Regina Klopf hat eine neue Aufgabe bekommen: Mit genau der gleichen Hingabe wie einst ihre eigenen Kinder "versorgt" sie nun zwei Babypuppen.

Sprecher: Till Firit, Peter Strauss, Barbara Braun, Ursula Scheidle, Andreas Maurer
Ton: Fridolin Stolz
Redaktion: Natasa Konopitzky

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