Illustration verschiedener Rüben.

ORF/ISABELLE ORSINI-ROSENBERG

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Radiokolleg - Das ABC der Speisepflanzen

Q wie Quitte, R wie Rübe, S wie Spinat (2). Gestaltung: Renate Pliem, Sabrina Adlbrecht

R wie Rübe
Als preiswerte und gesunde Nahrungsmittel begleiten sie uns seit Jahrhunderten: Die Rüben: Rote Beete, Mangold, Futter- und Zuckerrüben sind Kulturformen der Gemeinen Rübe (Beta vulgaris), die über einen langen Zeitraum durch Selektion entstanden sind. Diese Pflanzen unterschiedlicher Größe, Form und Farbe gehören zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Nicht verwandt sind sie mit den Speiserüben (dazu zählen Weiße Rübe und Steckrübe), die den Kohlgewächsen zugeordnet werden.

Seit dem Beginn historischer Aufzeichnungen galt die Gemeine Rübe in Europa, Nordafrika und im Mittleren Osten als geschätzte Nahrungspflanze. Allerdings wurden lange Zeit nur Blätter und Blattstiele verzehrt. Als erste sollen die Römer auch die Wurzeln als Nahrungsmittel verwendet haben; fleischige Rübensorten wurden erst ab dem 16. Jahrhundert gezüchtet. In späteren Jahren wurden auch Rote Rüben als Nahrungspflanzen gebräuchlich. Im frühen 19. Jahrhundert begann die Zuckerproduktion aus Rüben.

Die ältesten europäischen Samenfunde der Speiserübe stammen aus steinzeitlichen Siedlungen des Alpenvorlandes. In Europa war die Speiserübe ein Grundnahrungsmittel, bis sie von der Kartoffel verdrängt wurde. Welch große Bedeutung die Rübe hatte, lässt sich u.a. am Wappen von Keutschach am See (Kärnten) ablesen, auf dem eine Weiße Rübe abgebildet ist.

Speiserüben wie etwa die Gemeine Rübe sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen und können vielfältig verarbeitet werden. Lange Zeit aus der Kulinarik verdrängt, werden Rüben seit einigen Jahren wieder häufiger in der Gastronomie verwendet. Sogar die gehobene Küche hat dieses schmackhafte Gemüse für sich wiederentdeckt.

Gestaltung: Sabrina Adlbrecht

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