Geigen in einer Geigenbauerwerkstätte

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Restaurator des guten Tons

Wie aus einem klobigem Stück Holz eine Geige entsteht. Der Geigenbauer Adrian Elschek

Adrian Elschek ist Geigenbauer in der Stadt Salzburg. In seiner Werkstatt repariert und restauriert er Geigen und andere Streichinstrumente, aber auch Streichbögen. Er tauscht einzelne Teile aus, repariert Schäden am Holz, er sorgt mit neuer Lackierung für frischen Glanz - und für eine gewisse Patina. Außer den Saiten stellt er so gut wie alles selbst her, auch den Lack in verschiedenen Farbnuancen mischt er in seiner Werkstatt. Adrian Elschek hat so manch wertvollem Stück; wie einer Stradivari wieder zu einem guten Ton verholfen. Regelmäßig bringt er auch Mozarts Geigen auf Vordermann, wenn sie vom Museum in seine Werkstatt kommen, um für ein Konzert in Schuss gebracht zu werden. Beim Bau einer neuen Geige braucht der Geigenbauer bis zu 300 Arbeitsstunden. Dabei überlässt er nichts dem Zufall: Er hat sogar die Fichte ausgesucht, aus deren regelmäßig gewachsenem Stamm er neue Instrumente baut. Das Holz lagert bis zu zwanzig Jahre in seiner Werkstatt ab. Dann sägt er Geigenboden und Decke zurecht, hobelt und schleift die Wölbung, baut Zargen und Schnecke. Auftragsarbeiten nimmt er keine an: Er baut die Geige so wie sie nach seinen Vorstellungen klingen soll.

Gestaltung: Ernst Weber


Wort der Woche: Lothar Bodingbauer


Moment-Echo: Jonathan Scheucher

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