Ein Pferdekopf wird gestreichelt.

AFP/MARCO BERTORELLO

Vom Leben der Natur

Wie verständigen sich Pferde?

Wiehern, Ohren anlegen und treten.
Thomas Striedner über die Kommunikation von Pferden.
Teil 5: Verständnis und Vertrauen als Basis
Gestaltung: Maria Harmer

Pferde sind Herdentiere, Kommunikation signalisiert daher vor allem Kooperation oder Konkurrenz. Kommuniziert wird mit dem ganzen Körper und von Geburt an. Sind die Ohren nach vorne gerichtet oder angelegt, die Nüstern entspannt oder angespannt, die Zähne gefletscht? Bereits Fohlen lernen, die Mimik - also zum Beispiel das Ohrenspiel und den Gesichtsausdruck der Herdenmitglieder - zu lesen und zu deuten. Und auch die Gestik, also zum Beispiel das Steigen auf die Hinterbeine sowie das Treten, drücken Emotionen aus.

Die Körperhaltung vermittelt anderen Pferden so wie Menschen, ob ein Pferd freundlich oder unfreundlich, müde oder ausgeruht, aufgeregt oder entspannt ist. Insbesondere in der Herde, wo Hierarchien ständig neu definiert werden, ist es wichtig, Kampfbereitschaft oder Drohung zu erkennen. Das klassische Wiehern ist für die Kommunikation gar nicht so wichtig. Relevant ist es vor allem, wenn die "Kommunikationspartner" außerhalb der Sichtweite sind. Und Stuten und Fohlen verständigen sich durch leises Wiehern und erkennen ihre Stimmen.
Kommuniziert wird auch zwischen Pferden und Menschen - "Verständnis und Vertrauen vorausgesetzt", erklärt Thomas Striedner.




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