Weihnachten in Moskau, zwei junge Menschen mit Masken

APA/AFP/ALEXANDER NEMENOV

Russland: Lockerer Umgang mit der Pandemie

Russland hat knapp zweieinhalb Millionen Infizierte, von Lockdowns sieht die Regierung in Moskau aber ab.
Gestaltung: Paul Krisai

Russland brüstet sich seit Monaten mit dem weltweit ersten zugelassenen Corona-Impfstoff. In diesen Tagen soll die Massenimpfung von Ärztinnen und Lehrern mit dem Wirkstoff Sputnik V beginnen - obwohl über die Sicherheit des Impfstoffes bisher wenig bekannt ist.
Dass Präsident Wladimir Putin im Kampf gegen die Pandemie Druck macht, überrascht nicht: Täglich verzeichnet Russland neue Rekordwerte bei den Neuansteckungen, und auch die Zahl der Todesopfer steigt. Gleichzeitig lehnt die Regierung strenge Maßnahmen wie einen Lockdown ab, um die Zahl der Arbeitslosen nicht noch weiter zu erhöhen. In den meisten Regionen des flächenmäßig größten Landes der Erde geht für die Menschen der Alltag daher ohne größere Einschränkungen weiter. Dem Gesundheitssystem allerdings droht der Kollaps: Die Spitäler sind vor allem in den Provinzen chronisch unterfinanziert, es mangelt an Krankenbetten, Medikamenten und Personal.

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