POLE - Stefan Betke

Ben de Biel

Pole, Langsam verblassende Erinnerungen

"Fading" von Pole

Unlängst ist nach fünfjähriger Pause ein neues Solo-Album von Stefan Betke aka Pole erschienen. "Fading" ist eine höchstpersönliche Platte geworden, in der sich der Musiker mit dem Phänomen des Gedächtnisverlusts beschäftigt. "Meine Mutter war demenzkrank und ich sah, wie sie all ihre Erinnerungen, die sie im Laufe ihres 91-jährigen Lebens angesammelt hatte, verlor", schreibt er in einem begleitenden Text.

Mit "Fading" knüpft der Elektronikpionier aber auch an seine eigene Vergangenheit an, konkret an die Trilogie "Pole 1", "Pole 2", "Pole 3", die im Frühjahr vergangenen Jahres zum 20-jährigen Jubiläum als remasterte Neuauflage erschienen ist und dabei gleichzeitig Betkes Rückkehr zu Mute feierte. In den neun Stücken auf "Fading" schimmern "Pops" und "Glitches" aus der Trilogie "1, 2, 3" immer wieder durch. "Man hört sie aber nur leise im Hintergrund", so Pole, "als Art Zeichen von mir, während meine eigene Geschichte ebenfalls langsam verblasst."

Gestaltung: Susanna Niedermayr

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