Standpunkt in Bewegung

Tanz und Narzissmus

‚Protect. There is no wind in geometrical worlds' - so heißt eine neue Inszenierung der Tänzerin und Choreographin Inge Gappmaier. Ab Sonntag tanzt Gappmaier im Wiener Brut Theater ein Duett mit sich selbst. Online, auf der Webseite des Hauses. Selbstfindung, Selbstoptimierung und Selbstinszenierung sind mit der Erfindung der sogenannten Sozialen Medien auf einem vorläufigen Höhepunkt angelangt. Inge Gappmaier beschäftigt die Frage, wie uns das in der realen Welt verändert. In all der grassierenden Ich-Fokussiertheit gehen auch wichtige andere Erfahrungen verloren, meint die Tänzerin. Gestaltung: Hanna Ronzheimer


Bilder vom Fensterbrett

Vergangenen März fühlte sich Wynn Florante von den spontanen Balkonkonzerten inspiriert, mit denen gegen die Einsamkeit des ersten Lockdowns angespielt wurde. Die philippinischstämmige, in Wien lebende Fotografin begann, Menschen an ihren Fenstern zu porträtiert. Die Bilder zeigen Menschen in ihrem persönlichen Lockdown-Alltag. In der Jogginghose, mit dem Arbeitslaptop oder beim Backen. Beim aus dem Fensterschauen oder beim Späße treiben. Unter dem Titel Hashtag "bleibtszhaus" zeigt die Fotografin die Porträts derzeit auf ihrer Website. Außerdem ist ein Baugerüst in der Alserbachstraße 15, Wien Währing, mit mehreren Fensterbankbildern bespannt. Gestaltung: Jakob Fessler

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Brut Theater
Wynn Florante


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