Albert Einstein streckt seine Zunge raus.

A0001 UPI ARTHUR SASSE

Das Mysteriöse an unserer Existenz

"Einsteins Zunge". Von Christoph Buggert. Mit Wolf-Dietrich Sprenger, Kasimir Brause, Dietrich Hollinderbäumer, Lena Stolze und Peter Jordan. Ton: Holger Kliemchen und Hans-Peter Ruhnert. Musik: Stefan Scheib. Regie: Katharina Bihler (Produktion: Liquid Penguin Ensemble für den SR/MDR 2020)

Das Bild gehört zum kollektiven Gedächtnis: Albert Einstein, wie er an seinem 72. Geburtstag den Paparazzi die Zunge rausstreckt. Einsteins Gesicht mit der ausgestreckten Zunge sah Georg Buggert, der an Apophänie litt, auch in einer Mauer des Frankfurter Brentano-Parks. Überall sah er Gesichter, nicht nur das von Einstein. Nach Georgs Tod sichtet sein Bruder den Nachlass des erfolgreichen Geschäftsmannes. Eine unbekannte Seite Georgs kommt zum Vorschein: seine intensive, phantasievolle Beschäftigung mit Wissenschaft, seine lebenslange Suche nach Antworten auf die großen Fragen, die heutzutage viel zu oft vom Alltagsstress verdrängt werden: Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Lassen sich Glaube und Wissenschaft vereinbaren?

"Einsteins Zunge. Aus dem Nachlass meines Bruders" von Christoph Buggert wurde mit dem Deutschen Hörspielpreis der ARD ausgezeichnet. Die Jury der ARD Hörspieltage lobte unter anderem die Umsetzung des "komplexen und klugen Textes" von Christoph Buggert: "Wie sich uns dieser Georg nach und nach in seiner Eigenartigkeit ins Herz schließt, wie er uns auch nach seinem Tod einlädt, das Mysteriöse an unserer Existenz nicht aus den Augen zu verlieren, hat uns als Jury sehr berührt. Die verschiedenen Erzählebenen fügen sich dramaturgisch fein ineinander und schaffen ein Gesamtbild, das seine Tiefe auch beim zweiten und dritten Mal Hören nicht verliert."

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