Server in einem Datencenter in Frankreich.

AFP/DAMIEN MEYER

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Die Speicher der Welt

Die Rechenzentren der Internetgiganten
Gestaltung: Sarah Kriesche

Riesige Rechenzentren, verteilt auf der ganzen Welt, organisieren, dokumentieren und archivieren die Welt, ihre Geschichte und ihre Zukunft. Ob Facebook-Nachrichten, Firmen-Logistik, Bankgeschäfte oder Klimawandel: die Rechenleistung dahinter steckt in Datencentern. Die NGO "Snow Leopard Trust" zum Beispiel nutzt die Rechenleistung des Unternehmens Microsoft, um Schneeleoparden vor dem Aussterben zu schützen.

Die Rechenzentren selbst können in ihrer Größe mit Städten mithalten. 100.000 Quadratmeter hat zum Beispiel der Hetzner Datacenter-Park im deutschen Falkenstein. Eines der größten steht mit rund 585.000 m² im Land der Rechenzentren, in China, in der Stadt Langfang. Vergleichsweise überschaubar ist eines von Microsofts Rechenzentren in Iowa mit "nur" 111.484 m².

Microsoft gab im Oktober bekannt, in Österreich ein Cloud-Rechenzentrum um eine Milliarde Euro zu bauen. Ein weiterer Gigant, Amazon, hat ebenfalls Anfang des Jahres ein Büro seines Cloud-Zweiges Amazon Web Services in Wien eröffnet. Sarah Kriesche über die Welt der Rechenzentren und wie sich die vernetzte Welt aus Sicht der Internetgiganten präsentiert.

Rowhammer: Chipfehler ohne Reparatur

Weder Computer noch Computerprogramme sind fehlerfrei. Lange Zeit schoben sich Hard- und Software-Erzeuger gegenseitig den schwarzen Peter zu, wenn etwas nicht klappte.
Die Computerarchitektur, auf die die heutigen Systeme aufbauen, stammt in ihren Grundzügen jedenfalls noch von John von Neumann und damit aus den 50er Jahren.

Geschraubt wurde seitdem an der Größe der Prozessoren, am Energieverbrauch und an der Verkürzung der Wege in der Maschine. Aber damit schuf man auch neue Schwachstellen. Immer wieder tauchen Hardware- Probleme wie Rowhammer auf, mit denen man früher nicht gerechnet hat. Mariann Unterluggauer über einen Fehler im Speicherchip, der bekannt und lösbar ist, aber noch immer nicht behoben wurde.


Moderation: Wolfgang Ritschl
Redaktion: Franz Zeller

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