Leporello

Gedanken zur Gemeinschaft


Wir: ein zweischneidiges Gefühl

Das Konzept des ‚Wir' ist zwar grundsätzlich eine Illusion, meint die Sozialforscherin Judith Kohlenberger. Doch wir Menschen brauchen diese Illusion, wir möchten uns einer oder mehreren Gruppen zugehörig fühlen. Das ‚Wir' Gefühl ist aber auch leicht zu manipulieren und zu instrumentalisieren. In ihrem neuen Buch- Essay mit dem Titel ‚Wir' (Kremayr & Scheriau) geht es um ein zweischneidiges Gefühl. Ein inklusiveres Wir- das wäre für Judith Kohlenberger zum Beispiel eine Gesellschaft, der sich alle zugehörig fühlen, von der feministischen Supermarktverkäuferin bis zum gläubigen Muslim. Streiten ist wichtig, so Sozialforscherin Kohlenberger. Im besten Fall schweißen die Diskussionen zusammen. Gestaltung: Hanna Ronzheimer


Partnerschaft am Bau

Für ein Bauvorhaben braucht es Geld, ein Grundstück, Material, dazu jemanden der plant und jemanden der baut. Das ist die sachlich-rechnerische Seite. Wenn aber Architektur entstehen soll, also sinnliche, emotional wirksame Räume, dann braucht es noch etwas mehr, meint Tobias Hagleitner, Leiter des Architekturforum Oberösterreich und Kurator der Ausstellung "Das gewisse Etwas". Im Ausstellungsraum des afo in Linz hat Hagleitner auf sechs runden roten Tischen jeweils 10 Objekte angeordnet: es sind gleichsam Liebeserklärungen an die Architektur. Mit insgesamt 12 Architektinnen, Architekten und Planungsteams hat Tobas Hagleitner im Vorfeld zur Ausstellung Gespräche zum "gewissen Etwas" geführt. Darunter auch eine Lehmbau-Architektin oder die Architekten der Linzer Bruckneruni. Gestaltung: Isabelle Lagemann

Service

Ausstellung Das gewisse Etwas

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