Marc Quinn

AFP/VALERY HACHE

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Radiokolleg - Positionen in der Kunst

Marc Quinn (3). Gestaltung: Christine Scheucher

Marc Quinn: Me, Myself and I
Als Künstler wie Damien Hirst, Sarah Lucas oder Tracey Emin in den 1990er Jahre unter der Etikette Young British Artists den internationalen Kunstmarkt aufmischten und erfrischten, war er mit dabei: Marc Quinn, geboren 1963 in London, war nicht nur in der gleichnamigen legendären Gruppenausstellung von Mäzen und Marketing-Guru Charles Saatchi vertreten, er gehörte auch zu jener jungen Künstlergeneration, die in der Londoner Galerie White Cube zeigte, was angesagt und neu war.

Aufsehenerregend ist Quinns Beitrag zum Selbstporträt, angesiedelt an der Schnittfläche von Skulptur und Performance. In der Serie "Self" dokumentierte der Künstler seinen körperlichen Wandel im Zeitraum von 5 Jahren und goss Skulpturen aus seinem eigenen Blut. Seine Bronzeskulptur "Mirage", die Folterpraktiken im US-amerikanischen Gefängnis Abu-Ghraib zum Thema macht, erzeugte ein großes mediales Echo. Die Arbeit, die auf einer ikonischen Fotografie beruht und einen Gefangenen zeigt, der mit Elektroschocks gequält wird, stand im Kreuzfeuer der Kritik. Quinn musste sich den Vorwurf gefallen lassen, das Leid der Opfer im Namen der Kunst zu instrumentalisieren.

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