Buch mit Wiese

ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

Radiogeschichten

Poesie für Anfänger

Ex Libris Nachlese
Adam Zagajewski: "Poesie für Anfänger", Essays, Hanser Verlag (Übersetzung: Renate Schmidgall)
Es liest Detlev Eckstein

Der im März verstorbene Polnische Dichter Adam Zagajewski gehörte zu den Ausnahmeerscheinungen der Europäischen Literatur. Verwurzelt in der Kultur seiner Heimat, war er so etwas wie ein Flaneur, der allem mit Interesse begegnete und alles aufsog und in sein eigenes Schreiben integrierte, was er an den Orten, an denen er lebte, sah, hörte und las. In den USA, in Frankreich, in Deutschland schien er sich ebenso geborgen zu fühlen wie in Polen. Wobei Geborgenheit geistig zu verstehen ist, oder, um den Horizont zu erweitern: kulturell.

Adam Zagajewski war ein ganz in seiner Gegenwart lebender Metaphysiker, der, ohne ins Religiöse oder gar Esoterische abzudriften, etwas Größerem jenseits der menschlichen Existenz auf der Spur war. Auch das Schreiben war ihm nur ein winziger Teil von diesem Größerem. Als Lyriker und mehr noch als Essayist blieb er aber immer klar im Ausdruck, pointiert und auf die Nachvollziehbarkeit seiner Gedanken bedacht. So auch in seinem letzten Buch "Poesie für Anfänger".

Gestaltung: Peter Zimmermann

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